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Playlist mit den Top Hits der Gay-Szene der 70er

Bei Spotify und Co gibt es jetzt meine Playlist mit den Hits aus den Gay Clubs und Bars der 70er Jahre - natürlich hören wir heute noch gerne hin.

 

Damals ging einfach nichts ohne ABBA und Donna Summer, Gloria Gaynor und in Deutschland natürlich nicht ohne Marianne Rosenberg, die schon damals als Schwulenikone gefeiert wurde.

 

In den 70ern mussten die Jungs, die auf Jungs stehen, noch heimlich zu ihrer Lieblingsmusik tanzen. Heute sieht das glücklicherweise anders aus. Regelmäßig gibt es in den Clubs Parties mit den Disco-Hits, die schon damals die Gays ins Schwitzen brachten.

 

Hier die 10 besten Titel der Siebziger von den absoluten Ikonen der Zeit - ausgesucht von mir ;)

 

 

Klick auf das Bild, um zur Spotify-Playlist zu gelangen
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10. Amanda Lear - Follow me

Amanda Lear veröffentlichte im Frühjahr 78 *Follow me* als erste Single ihres 2. Albums.

Der Hit schaffte es bis auf Platz 3 der deutschen Single-Charts. Zuvor stand die französische Sängerin sogar schon auf Platz 2 mit *Queen of China-Town*, der natürlich auch in der Playlist zu hören ist.

Manche kennen Amanda Lear auch als Moderatorin der 90er Jahre TV-Show "Peep!", mit der dann später Verona Feldbusch bekannt wurde.


9. Marianne Rosenberg - Er gehört zu mir

 „Es ging in meinen Liedern oft um Männer, die man nicht bekommt. Und politisch gesehen: 1973 lebten schwule Männer ihre Sehnsüchte nur ausnahmsweise aus. Als ich 16 war, musste mein Produzent mich noch darauf aufmerksam machen. Der hat noch nicht veröffentlichte Stücke von mir in Diskotheken getestet, auch in Schwulenclubs. Der hat das Phänomen entdeckt und die Musik auch darauf hin produziert." Marianne Rosenberg in einem Interview mit der "Welt" - Ihr Song *Er gehört zu mir* belegte 1975 Platz 7 der Charts, nachdem er nicht überzeugte beim Grand-Prix Vorentscheid für Stockholm.


8.  Sister Sledge - We are family

Yowsah! Yowsah! Yowsah!

Nile Rodgers von CHIC schrieb mit an diesem Disco-Meisterwerk von Sister Sledge.

*We are Family* erreichte Top10-Positionen auf der ganzen Welt, nur in Deutschland begnügte man sich mit Platz 26 im Jahr 1979.


7. Elton John & Kiki Dee - Don't go breaking my heart

1976 veröffentlichte Elton John *Don't go breaking my Heart* zum ersten Mal - zusammen mit Kiki Dee. Der Titel ist auf keinem regulären Album zu hören, sondern nur auf diversen Best of-Alben. 1994 gab es eine neue Version mit Drag-Queen RuPaul, die ein Jahr zuvor mit dem Song *Supermodel* in die Charts einstieg.


6. Blondie - Heart of Glass

Nummer 1 in den USA, UK, Deutschland, Schweiz..... Debbie Harry und ihre Band Blondie hatten 1979 mit *Heart of Glass* einen ihrer größten Hits.

In meiner Liste hört ihr den geilen Track in der Extended Version mit fast 6 Minuten-Länge. Für das Rolling Stone-Magazin gehört der Titel zu den 500 besten Songs aller Zeiten (Platz 259).


5. Donna Summer - I feel Love

München 1976: Giorgio Moroder hat US-Sängerin Donna Summer im Studio und zusammen nimmt man den Titel *I feel Love* auf, der ein Jahr später ihr größte Erfolg werden soll und sie für immer mit der Schwulenszene in Verbindung setzen wird - ob es ihr gefällt oder nicht. Homophobe Äußerungen in den 80ern linderten ihr Ansehen, selbst als sie sich später dafür entschuldigte. Aber immer noch feiern alle zu ihrem Hit.


4. Sylvester - You make me feel (Mighty Real)

Seine 2. Solo-Single wurde 1978 sein größter Hit. Weltweit Top 10-platziert, in Deutschland nur auf Platz 35. Bei seinen vielen Auftritten begleiteten ihn  Martha Wash und Izora Rhodes als Backgroundsängerinnen, die später erst unter 2 Tons of Fun, dann als Weather Girls bekannt wurden. Mit *Do you wanna funk* zusammen mit Patrick Cowley stieg er 1982 nochmal hoch in die Charts.

1988 starb der Sänger an den Folgen von AIDS.


3. Village People - YMCA

Young Men's Christian Association - dafür stehen die Buchstaben Y.M.C.A., die heute noch auf jeder Party mit den Armen dargestellt werden. Hinter dem Nr.1-Hit von 1978 der Village People steckt eigentlich eine Werbe-Botschaft für die - in deutsch - Jugendherberge YMCA in New York, die in den 70ern auch als schwule Cruising-Area bekannt war.

Die 5 Mitglieder von The Village People stellten bewusst unterschiedliche Modelle von klassischer Männlichkeit dar, um auch schon damals queeres Publikum anzusprechen.


2. Gloria Gaynor - I will survive

Es ist praktisch nicht möglich, diesen Hit des Jahres 1978 von Disco-Queen Gloria Gaynor nicht zu kennen. *I will survive* gehört neben *I am what I am* zu ihren größten Hits in der Schwulen-Szene. Ursprünglich war *I will survive* nur eine B-Seite der Single *Substitute*. 1980 erhielt der Song einen Grammy als bester Disco-Song (der Preis wurde nur in diesem Jahr vergeben) und gehört laut dem Rolling Stone-Magazin zu den besten 500 Songs aller Zeiten (Platz 489).


1. ABBA - Dancing Queen

In 16 Ländern auf Platz 1 im Jahre 1976 stand das Quartett mit *Dancing Queen*. ABBA aus Schweden lieferten spätestens seit dem ESC-Gewinn mit *Waterloo* 1974 Hit after Hit bis in die frühen 80er. Danach ließ der Erfolg aber nicht nach. Best Of-Alben, Musical und Filme, Ausstellungen und Bücher sollten die Band unvergesslich machen. Ihre Musik begeistern noch heute junge Leute; vor allem viele Queers haben ein offenes Ohr für die Pop-Hits von Agnetha, Benni, Björn und Anni-Frid.

2020 soll es bisher unveröffentlichtes Material zu hören geben.



Natürlich gibt es noch viele andere Hits wie Cheryl Lynns *Got to be real* und natürlich David Bowies Meisterwerke oder die von Cher. Die Liste ist generell sehr discolastig, aber auch Titel wie Lou Reeds *Walk on the wild side* oder *Make your own kind of music* von Cass Elliot sind dabei.

 

Ich bin offen für Vorschläge, schreibt einfach in die Kommentare.

 

Auch für die anderen Jahrzehnte gibt es Playlists mit den Gay-Hits der jeweiligen Dekade auf Spotify.

 

70s Nostalgie per YouTube Playlist gibt es hier.

 

 

 

-toddies-


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